Zwischen Leben und Tod: Die bewegende Rettung eines kleinen Kämpfers

Während unseres Aufenthalts in Rumänien haben wir mehrere Hunde gerettet, die dringend Hilfe benötigten. In den kommenden Tagen und Wochen möchten wir Ihnen diese Schicksale nach und nach vorstellen.

Den Anfang macht heute ein kleiner Rüde, dessen Leben an einem seidenen Faden hing und dessen Geschichte uns bis heute sehr nahegeht.

Es war einer dieser Momente, die man nicht plant und die man trotzdem nie wieder vergisst. Wir waren gerade unterwegs, um Straßentiere für unser Kastrationsprogramm zu sichern, als uns auf einer Straße plötzlich frische Blutspuren auffielen. Wir hielten an und folgten ihnen bis wir schließlich versteckt in einem Gebüsch einen kleinen schwer verletzten und vollkommen verängstigten Rüden fanden. Er blutete stark aus dem Maul, sein Blick wirkte leer und sein kleiner Körper stand unter massivem Schock. Er war kaum ansprechbar und schien all seine Kraft bereits aufgebraucht zu haben.

Was genau passiert war, können wir nicht mit Sicherheit sagen. Die Verletzungen sprechen jedoch dafür, dass er kurz zuvor von einem Auto angefahren worden sein könnte.

In solchen Momenten bleibt keine Zeit zum Nachdenken.
Wir sicherten ihn so vorsichtig wie möglich und machten uns sofort auf den Weg zum Tierarzt. Ehrlich gesagt hatten wir auf der Fahrt große Angst, dass er es nicht schaffen würde. Als wir ihn in die Transportbox legten, wirkte er so leblos, dass wir zeitweise befürchteten, ihn zu verlieren, bevor wir überhaupt die Klinik erreichen würden.

Die anschließenden Untersuchungen bestätigten schließlich das Ausmaß seiner Verletzungen:

  • ein gebrochener Kiefer
  • ein Kreuzbandriss
  • Verletzungen am linken Auge
  • ein schweres Kopftrauma

Während wir diese Zeilen schreiben, kämpft der kleine Mann noch immer um seine Genesung und wird intensiv medizinisch versorgt. Er erhält Infusionen, Schmerzmittel, Antibiotika und weitere Medikamente. Vor allem das Kopftrauma bereitet uns weiterhin Sorgen, weshalb sein Zustand engmaschig überwacht wird.

Doch es gibt inzwischen auch einen Grund zur Hoffnung.
Mittlerweile hat er begonnen, selbstständig zu fressen. Er nimmt seine Umgebung wieder bewusster wahr und zeigt uns jeden Tag ein kleines bisschen mehr, dass er leben möchte. Die Tierärzte sind vorsichtig optimistisch und aktuell sieht es tatsächlich so aus, als hätte dieser tapfere Kämpfer eine Chance.

Wenn wir heute an den Moment zurückdenken, als wir die Blutspur auf der Straße entdeckt haben, wird uns bewusst, wie knapp alles gewesen sein muss. Wir wissen nicht, wie seine Geschichte ausgegangen wäre, wenn niemand hingesehen hätte. Aber wir wissen auch, dass er jetzt nicht mehr allein ist.

Und wir hoffen von Herzen, dass seine Geschichte trotz allem ein gutes Ende nehmen darf.

Möchten Sie unseren kleinen Patienten unterstützen?
Seine tierärztliche Versorgung und die notwendigen Behandlungen verursachen erhebliche Kosten. Wenn Sie helfen können, freuen wir uns daher über jede noch so kleine Spende an:

  • Hope for lost Souls e. V.
    IBAN: DE44 8306 5408 0005 2477 30
    BIC: GENODEF1SLR
    Deutsche Skatbank
  • PayPal: info@hope-for-lost-souls.de

Und noch etwas:
Unser kleiner Kämpfer hat bisher noch keinen Namen. Wenn Sie für ihn spenden und möchten, können Sie uns Ihren Namensvorschlag gerne im Verwendungszweck der Überweisung oder der PayPal-Zahlung mitteilen. Unter allen eingereichten Vorschlägen werden wir seinen zukünftigen Namen auslosen.

Vielleicht beginnt sein neues Leben ja mit dem ersten eigenen Namen.

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