Wenn Stacy eine Wahl hätte, würde sie vermutlich erst einmal einen Schritt zurückgehen.
Nicht aus Unfreundlichkeit oder weil sie Menschen nicht mag. Sondern weil das Leben sie gelehrt hat, dass Vorsicht oftmals die sicherere Entscheidung ist.
Die junge Mischlingshündin lebt derzeit in unserem rumänischen Partnertierheim und wartet dort auf ihre Menschen. Menschen, die sie nicht möglichst schnell „knacken“ oder verändern möchten – sondern die bereit sind, ihr zuzuhören, auch wenn sie nichts sagt. Die ihre Körpersprache lesen können, sie behutsam fördern, aber auch ihre Grenzen respektieren und ihr die Zeit geben, selbst den nächsten Schritt zu machen.
Fremden Menschen begegnet Stacy zunächst schüchtern und unsicher. Fühlt sie sich bedrängt oder kommt ihr jemand zu schnell zu nahe, kann es durchaus vorkommen, dass sie den Rückzug antritt und ihre Unsicherheit durch Bellen zeigt. Hinter diesem Verhalten steckt keine Boshaftigkeit, sondern eine sensible Hündin, der Vertrauen nicht leichtfällt.
Bekommt Stacy die Möglichkeit, in ihrem eigenen Tempo anzukommen und selbst zu entscheiden, wann Nähe für sie in Ordnung ist, legt sich die Anspannung nach und nach. Sie braucht keine Menschen, die sie drängen oder ständig über ihre Grenzen hinausführen möchten, sondern Menschen, die ihre Signale ernst nehmen und ihr die Sicherheit geben, eigene Entscheidungen treffen zu dürfen.
Im Umgang mit ihren Artgenossen zeigt Stacy dagegen, wie viel Potenzial in ihr steckt. Sie ist ausgesprochen sozial, freundlich und verträglich. Andere Hunde geben ihr Orientierung und Sicherheit – deshalb wünschen wir uns für sie ein Zuhause, in dem bereits ein souveräner Erst- oder Zweithund lebt. Auch Katzen dürfen gerne Teil ihrer neuen Familie sein.
Natürlich bringt Stacy auch das typische „Auslandshund-Paket“ mit. Sie kennt das Leben in einer deutschen Familie nicht und wird viele Situationen zum ersten Mal erleben. Alltagsgeräusche, Straßenverkehr, Besucher, das Leben im Haus oder Spaziergänge in unbekannter Umgebung – all das kann sie anfangs überfordern. Ihre Menschen sollten deshalb nicht erwarten, dass sie vom ersten Tag an unbeschwert durchs Leben geht.
Wir suchen für Stacy ausdrücklich hundeerfahrene Menschen, die feinfühlig mit unsicheren Hunden umgehen können und Freude daran haben, einen sensiblen Hund behutsam auf seinem Weg zu begleiten. Menschen, die keine Erwartungen an schnelle Fortschritte haben, sondern kleine Erfolge genauso feiern wie große. Die sie weder bemitleiden noch überfordern, sondern sie ruhig, souverän und liebevoll begleiten. Ebenso sollten ihre zukünftigen Menschen akzeptieren können, dass Stacy vermutlich niemals der Hund sein wird, der begeistert mit in den Biergarten, auf den Wochenmarkt oder durch volle Innenstädte spaziert – und die genau das vollkommen in Ordnung finden.
Ihr neues Zuhause sehen wir in einer ruhigen, ländlichen Umgebung, fernab von Hektik, Menschenmengen und ständigem Trubel. Ein sicher eingezäunter Garten wäre ein schöner Bonus, ersetzt aber keine gemeinsamen Spaziergänge und Beschäftigung. Besonders wichtig ist uns außerdem ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Thema Sicherung. Gerade in der ersten Zeit muss Stacy zuverlässig mit Sicherheitsgeschirr, Halsband und Leine gesichert werden, damit sie in ungewohnten Situationen nicht aus Angst flüchten kann.
Stacy sucht keine Menschen, die einen unkomplizierten Hund möchten. Sie sucht Menschen, die Freude daran haben, kleine Fortschritte zu sehen. Die wissen, dass der erste vorsichtige Blick, ein erster selbst gewählter Kontakt oder ein zaghaftes Schwanzwedeln oft mehr bedeuten als die größten Gesten.
Wenn Sie sich vorstellen können, Stacy mit Geduld, Verständnis und viel Feingefühl auf ihrem Weg in ein neues Leben zu begleiten, freuen wir uns auf Ihre Kontaktaufnahme. Bitte erzählen Sie uns ausführlich von sich, Ihrem Alltag und dem Zuhause, das Sie Stacy schenken möchten. Stacy lebt derzeit in unserem Partnertierheim in Rumänien und kann kastriert, geimpft, gechipt sowie gegen Endo- und Ektoparasiten behandelt in ihr neues Zuhause ausreisen. Vor ihrer Ausreise wird sie mittels SNAP-Test auf die gängigen Mittelmeerkrankheiten getestet. Die Vermittlung erfolgt nach positiver Vorkontrolle mit Schutzvertrag und gegen Schutzgebühr.














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